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„Besinnlichkeit"


Seit dem 1. Advent ist es wieder soweit!
In Mode kommt das Wort „Besinnlichkeit"!
Ausgerechnet dieses! Wo wir doch sonst nur hetzen,
und Langsamkeit bei uns und andern gar nicht schätzen!
„Besinnlichkeit" - sie tät´ uns gut!
Denn das ganze Jahr sind wir auf der Hut,
und leisten uns keine Melancholie und Trauer,
voll Übermut sind wir und voller Power.
Als Weihnachtswunsch nun auf der Seele brennt,
besinne Dich auf Deines, das kein andrer tun kann oder kennt,
besinne Dich auf Deinen Platz im Leben.
Es tut auch andern gut, hast Du ein „Ich" zu geben.
„Besinnlichkeit" - Sie muss im Alltag als „leistbar" gelten
im Ruhestand, im Krankenbett, da ist sie gar nicht selten
doch oft dann aussichtslos was wir, nun schwach, erträumen,
nicht selten ist´s zu spät für´s Ausreissen von Bäumen.


Dezember 2011
Copyright by Anita Steiber

Emily und Tante
Der Flug des Fallschirmspringers:


Mithilfe eines Fliegers schwingt er sich hinauf.
Er lässt zurück sein Leben, lässt allem seinen Lauf.
Hat einen Müsliriegel noch schnell gegessen hier,
es liegt zu seinen Füssen davon ein Stück Papier.


Wir sind bei seinen Füssen - die sind ja ohne Schuh!
Er hat sie wohl vergessen, lassen wir ihn in Ruh.
In seiner Hand da hält er, ein Foto, eins von ihr -
diese Sorte Frauen, ja, die kennen wir!


Strahlend blaue Augen, rundum ihr blondes Haar.
Er war mit ihr zusammen ein viel zu kurzes Jahr.
Sie hat ihn heut verlassen, der Grund: ein andrer Mann!
Und er fühlt zuviel Schmerz, daß er´s verwinden kann.


Er nennt sich Fallschirmspringer, so täuscht er uns geschickt,
damit wir ihn nicht halten, wenn er sich selbst aufgibt.
Kein Gurt, kein Schirm, kein Helm behindert seinen Sprung!
Er fliegt in Richtung Himmel - und ist doch noch so jung!


Wie seine Liebe fliegt er, erst hoch, dann fällt er tief.
In seiner Hand da hält er auch keinen Abschiedsbrief -
es ist nur dieses Foto von einer schönen Frau.
Es flattert auf den Boden - ich sage leise "Au.......!"


copyright by Anita Moser

Vor dem Spiegel


Du bist eine Zauberin -
siehst Du, schon lächelst Du mich an!
Als wäre es peinlich, daß ich so etwas sagen kann.
Hör zu, es geht noch weiter, und ich lüge nicht -
Ich sage es Dir heute mitten ins Gesicht:
Ich liebe Dich wirklich, genau so wie Du bist.
Ohne Dich hätte die Welt etwas vermisst!


Du vereinst solche starken Gefühle in Dir!
Gefühle sind mächtig, unergründlich, wirr.
Du kannst nicht anders und nimmst sie an,
darum erlebst Du die Liebe wie ein Vulkan -
der drinnen und draussen brennt so heiß -
und hasst Du, wird aus Lava - Gletschereis.


Wer mit Dir lebt, der lebt sehr gut,
weil eine Zauberin alles tut.
Langezeit kannst du auf Deine Wünsche vergessen -
hast Du plötzlich einen, wirkt er direkt vermessen,
weil die Zauberin plötzlich für sich etwas will.
Doch Du vergisst diesen Wunsch und bist bald wieder still.


Dein Kopf ist vollgestopft mit Wünschen und Träumen,
doch es ist so wie bei Enten und Kirschenbäumen:
Die süßen Früchte sind für Dich nicht zu erreichen -
ich könnte weinen um Dich bis zum Steinerweichen!
Die Hoffnungslosigkeit überkommt Dich oft -
Dabei habe ich so auf Deinen Zauber gehofft!
Du bist schön und klug, eben eine Frau -
mit all den Stärken UND Schwächen, genau!


Du bist liebenswert, unersetzlich, eine Zauberin halt -
die einmal mit Tränen, dann mit Sektkorken knallt!
Sollte jemand lachen und zeigen mit dem Finger auf Dich -


Du bist eine Zauberin! Du beisst ihn ihm ab! Das schwöre ich!


Copyright by Anita Steiber

Sao Paulo, Frankreich
Die Heckenrose


Du stehst im Hof, ganz hint´ im Eck,
ois tätst da suachn a Versteck!
Der Wind hot Di dort eini gweht,
dorthin, wo jetzt Dein Stammerl steht.


Bist a glei gwochsn, es woar net leicht,
da Boden stoanig, oba Dir hot´s greicht.
Rund umatum der schiache Beton,
doch Du bleibst do - kannst net davon -
weilst verwurzelt bist in dem bissl Erd´n.
Du willst a goar net umgsetzt werden!


Von dort beobochst, was so gschiacht um Di.
Es gehen die Leut mal her, mal hin.
Schaust eini in de oidn Zimmer,
wos dort gschiacht, kümmert di nimma.


Vielleicht kommt amoi wer, der reisst Di aus,
dann gibt´s Di nimma in dem oidn Haus.
Vielleicht deafst a bleibn, des kummt draufan,
wer doat lebt, welche Frau, welcher Mann.
Kann a sein, daß´die hegen und pflegen,
dann wirst blian mit reichem Blumensegen.


Ganz egal, wos die Zukunft bringt:
Du bist jetzt do, wo´s für Di stimmt!
Dein Platzerl host auf Gedeih und Verderb.


Gesegnet sei Deine Hoamaterd!


Copyright 2011 Anita Steiber

S´Mostviertel   ZH


S´Mostviertel geniessen, und des voller Freud!
Bist amoi do, fährst nimma weit!
Im Mostviertel, dem schönen Fleck,
wo Obstbam steh´n an jedem Eck,
dort loßt s´is geniessen guat und schön,
dort muaßt ganz oft zum Heurigen geh´n.


Auf Deine fünf Buchstobn sitz´ die oafoch nieder,
neben Birnbam, Stall und lila Flieder,
bei der Mostkost und bei der Jausn,
loßt gern die Zeit, die Oarbeit sausen.
G´frei Di auf die Jausn, g´schmackig oder siaß!
Unterm Tisch tuan guat rasten Deine Fiaß.


Bleib sitzen draußt, wo´s Winderl blost,
bestell da noch a Glaserl Most,
weil Gmiatlichkeit ziagt hiazt ins Land,
und Blütenblatteln fallen in´s Gwand.
Nach Stunden gehst heim über saftig grüne Wiesen,
übers Bacherl wo die Dotterblumen spriessen.


Host do und duart noch stehnbleib´n miaßn -
um rundherum die Leut zum Griaß´n.
Diese haben durch eana Arbeitskraft -
Höfe, Häuserl, die Landschaft g´mocht!
Dies sind Leut, die gern die Oarbeit tuan,
somit san z´saumgramt des Kraut, die Ruabn.


Alles z´samm, Landschaft und Leut,
und die spürbare, lebendige Freud,
mocht´s aus, das man im Mostviertel soviel gspiart,
und jeder Fremde als Freund aufgenommen wird!
Grad dieses schöne Vierterl in Niederösterreich
is vielleicht klein, doch am Inhalt unerschöpflich reich,
 

und deshalb allemal wert, besucht zu werden,
ist doch eins der schönsten Fleckerln auf Erden!


Copyright by Anita Steiber
 



…. Auf einem Hof lebt ein alter, abgearbeiteter Esel, der nicht mehr zu viel zu gebrauchen ist und bereits sein Gnadenbrot frisst. Dieses ausgediente Lastentier fällt in einen stillgelegten Schacht, aus dem es aus eigener Kraft nicht mehr heraus kommt.

Der Bauer hört das verzweifelte Tier aus Leibeskräften i-ah-en und jammern und folgt den erbärmlichen Geräuschen, um zu sehen was passiert ist. Die Situation, die er vorfindet rührt ihn zwar sehr, aber weder der Schacht noch der Esel sind ihm wichtig genug, um eine aufwendige Bergung des alten Tieres zu veranlassen. Stattdessen ruft er seine sämtlichen Nachbarn zusammen, berichtet was passiert ist und bittet diese, den Schacht zuzuschütten, um so den betagten Esel von seinem Leid zu befreien.

Die Nachbarn und der Bauer schaufeln kräftig Erde in das Loch. Als der Verschüttete merkt, was die Menschen vorhaben, wird er erst hysterisch und hoffnungslos, doch dann weicht die anfängliche Panik einer plötzlichen Erkenntnis: Indem er sich bei jeder Ladung, die ihn begraben soll, heftig schüttelt, kann er darauf treten und so der Erdoberfläche immer näher kommen.

Diese Anstrengung verlangt ihm alles ab, immer wieder redet er sich zu: „Schüttel es ab und steige höher…, schüttel es ab und steige höher…!“ Er wiederholt dies ständig um sich zu ermutigen und egal, wie viel Erde auf seinem Rücken landet, er gibt nicht auf, bekämpft seine Angst und schüttelt sich mit all seinen Kräften.

Nach einer für den Esel gefühlten Ewigkeit tritt er völlig erschöpft, aber triumphierend aus dem jetzt zugeschütteten Schacht. Er hatte sein nacktes Leben gerettet. Das, was ihn ursprünglich begraben sollte, war ihm die Treppe zurück ins Leben geworden. Die Art und Weise, wie er mit dieser Situation umgegangen ist, hat ihm ein gutes Ende beschert und ihn vor dem sicheren Tod bewahrt.

THAT’S LIFE – so ist das Leben! Wenn wir uns unseren Problemen stellen, sie mit positiver Energie anpacken und dem ersten Reflex der Panik und Hysterie widerstehen können, lassen sich viele Schwierigkeiten und Herausforderungen auflösen.


Unser Steuersystem leicht erklärt

 

Es waren einmal 10 Männer, die jeden Tag miteinander zum Essen gingen. Die Rechnung für alle zusammen betrug jeden Tag genau 100,00 Euro. Die Gäste zahlten ihre Rechnung wie wir unsere Steuern und das sah ungefähr so aus:

Vier Gäste (die Ärmsten) zahlten nichts.

Der Fünfte zahlte 1 Euro.

Der Sechste 3 Euro.

Der Siebte 7 Euro.

Der Achte 12 Euro.

Der Neunte 18 Euro.

Der Zehnte (der Reichste) zahlte 59 Euro.

Das ging eine ganze Zeitlang gut. Jeden Tag kamen sie zum Essen und alle waren zufrieden.

 

Bis der Wirt Unruhe in das Arrangement brachte in dem er vorschlug, den Preis für das Essen um 20 Euro zu reduzieren.

"Weil Sie alle so gute Gäste sind!"

 Wie nett von ihm!

Jetzt kostete das Essen für die 10 nur noch 80 Euro, aber die Gruppe wollte unbedingt beibehalten so zu bezahlen, wie wir besteuert werden.

Dabei änderte sich für die ersten vier nichts, sie aßen weiterhin kostenlos.

Wie sah es aber mit den restlichen sechs aus?

Wie konnten sie die 20 Euro Ersparnis so aufteilen, dass jeder etwas davon hatte?

Die sechs stellten schnell fest, dass 20 Euro geteilt durch sechs Zahler 3,33 Euro ergibt.

Aber wenn sie das von den einzelnen Teilen abziehen würden, bekämen der fünfte und der sechste Gast noch Geld dafür, dass sie überhaupt zum Essen gehen. Also schlug der Wirt den Gästen vor, dass jeder ungefähr prozentual so viel weniger zahlen sollte wie er insgesamt beisteuere.

Er setzte sich also hin und begann das für seine Gäste auszurechnen.

 

Heraus kam folgendes:

Der Fünfte Gast, ebenso wie die ersten vier, zahlte ab sofort nichts mehr (100% Ersparnis).

Der Sechste zahlte 2 Euro statt 3 Euro (33% Ersparnis).

Der Siebte zahlte 5 statt 7 Euro (28% Ersparnis).

Der Achte zahlte 9 statt 12 Euro (25% Ersparnis).

Der Neunte zahlte 14 statt 18 Euro (22% Ersparnis).

Und der Zehnte (der Reichste) zahlte 49 statt 59 Euro (16% Ersparnis).

 

Jeder der sechs kam günstiger weg als vorher und sogar die ersten vier aßen immer noch kostenlos.

 

Aber als sie vor der Wirtschaft noch mal nachrechneten, war das alles doch nicht so ideal wie sie dachten.

 "Ich hab' nur 1 Euro von den 20 Euro bekommen!" sagte der sechste Gast und zeigte auf den zehnten Gast, den Reichen.

"Aber er kriegt 10 Euro!" "Stimmt!" rief der Fünfte. "Ich hab' nur 1 Euro gespart und er spart sich zehnmal so viel wie ich." "Wie wahr!!" rief der Siebte. "Warum kriegt er 10 Euro zurück und ich nur 2? Alles kriegen mal wieder die Reichen!" "Moment mal," riefen da die ersten vier aus einem Munde.  "Wir haben überhaupt nichts bekommen. Das System beutet die Ärmsten aus!!" Und wie aus heiterem Himmel gingen die neun gemeinsam auf den Zehnten los und verprügelten ihn.

 

Am nächsten Abend tauchte der zehnte Gast nicht zum Essen auf. Also setzten die übrigen 9 sich zusammen und aßen ohne ihn. Aber als es an der Zeit war die Rechnung zu bezahlen, stellten sie etwas Außerordentliches fest:

Alle zusammen hatten nicht genügend Geld um auch nur die Hälfte der Rechnung bezahlen zu können! Und wenn sie nicht verhungert sind, wundern sie sich noch heute.

 

Und so, liebe Leute, funktioniert unser Steuersystem. Die Menschen, die hier die höchsten Steuern zahlen, haben die größten Vorteile einer Steuererleichterung.

Wenn sie aber zu viel zahlen müssen, kann es passieren, dass sie einfach nicht mehr am Tisch erscheinen.

Denn in anderen Ländern gibt es auch ganz tolle Restaurants.

 

"Quelle unbekannt"


Die Geschichte von der alten Frau mit den zwei Krügen:
„Eine ältere chinesische Frau hatte zwei große Krüge, die jeder am Ende einer langen Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug. Einer dieser Krüge hatte einen Sprung, während der andere vollkommen in Ordnung war, und die gesamte Menge des Wassers, das die alte Frau in ihnen trug, behielt.
Am Ende des langen Weges vom Fluss zu ihrem Haus kam der gesprungene Krug dagegen immer nur halbvoll an.
So geschah das zwei lange Jahre hindurch. Die Frau brachte immer nur eineinhalb Krüge Wasser mit nach Hause.
Der Krug, der vollgeblieben war, war selbstverständlich sehr stolz auf seine Leistung. Der gesprungene Krug hingeben schämte sich sehr seiner Unvollkommenheit und seines Elendes, und dass er immer nur die Hälfte dessen erbrachte, zu dem er geschaffen worden war.


Nach zwei Jahren dessen, was er als bitteres Versagen empfand, sagte er eines Tages zu der Frau am Fluss:
"Ich schäme mich so sehr über mich selbst, weil der Sprung in meiner Seite das Wasser die ganze Zeit auf dem Weg vom Fluss nach Hause herauslaufen läßt".
Die alte Frau lächelte: "Sahst du dass auf deiner Seite des Weges Blumen wachsen, aber nicht auf der anderen Seite?
Ich habe immer von deiner Schwäche gewußt, und darum habe ich diese Blumen auf deiner Seite gesät. Jedes Mal, wenn wir zurückgehen, dann gießt du sie.
Zwei Jahre lang konnte ich diese schönen Blumen pflücken und damit meinen Tisch schmücken.
Wenn du nicht derjenige wärest, der du bist, müßte mein Haus ohne diese Schönheit bleiben.
Jeder von uns besitzt Schwächen und Fehler, die ihn einzigartig machen. Und es sind gerade unsere Unvollkommenheiten und Sprünge, die unser Leben so einmalig und reich machen.
Nimm jeden Menschen, wie er nun einmal ist, und sehe das Positive in ihm.
Und die Botschaft der Geschichte: „GENIESSE DEN TAG, UND VERGISS NICHT, DICH AUCH AM DUFT DER BLUMEN AN DER SEITE DEINES WEGES ZU ERFREUEN."

Mensch und Welt

Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen. Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte. Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde.

Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und dachte, dass der nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei. Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild.

Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das geschafft habe.

Das Kind sagte: "Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt. Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt."

 


Von der Antike bis in das 19. Jahrhundert hinein basierten die Medizin und die Kochkunst auf der Lehre von den Körpersäften und im engen Zusammenhang damit die Lehre von den vier Temperamenten. Man glaubte, daß die Körpersäfte selbst dann, wenn sie sich im Gleichgewicht befanden, in einem unterschiedlichen Verhältnis zueinander stünden. Der dominierende Körpersaft bestimmte dann das Temperament eines Menschen.

Über die Elementarqualitäten der Speisen und Getränke sowie durch die Verabreichung entsprechender Arzneien wurde versucht, eventuelle Überschüsse auszugleichen und die richtige Mischung der Körpersäfte wieder herzustellen. Wein war dafür vorzüglich geeignet und deshalb oft Bestandteil von Kochrezepten und Medikamenten. Er vertrieb die Schwermut des Melancholikers, sänftigte den Zorn des Cholerikers und regte den Phlegmatiker an. Auch für die kalte Feuchtigkeit im Magen des Sanguinikers war er äußerst nützlich.

Durch ausgewählte Zutaten, wie Gewürze, wurden die heißen und feuchten Eigenschaften des Weines ausgeglichen. Auf diese Weise “neutralisiert”, war der Wein für jedes Temperament verträglich.

Der Melancholiker ist schwermütig, ängstlich und schwankend in der Stimmung. Die Freude achtet er wenig und lacht selten. Ständig ist er besorgt und betrübt. Sein Antlitz ist bleich und selten wird er lange gesehen. Er schaut oft auf die Erde und ist furchtsam und schwach. Er ist neidisch und von großer Sparsamkeit. Er ist ein Fährmann des Geizes, Schätze, Kunst und Wissen verbirgt und vergräbt er. Er ist aber auch bedächtig und weise. Er hat die Art der Erde - trocken und kalt.

Der Phlegmatiker ist schwerfällig und feisten Leibes. Weiß ist sein Antlitz, aufgebläht und aufgedunsen, auch schläfrig. Er mag viele und begehrt doch selten eine Frau. Er ist faul, gefräßig und träge. Er spuckt viel und laut und wird leicht krank. Er ist ständig unsauber und durch große Feuchte zu der Geburt untüchtig. Die Wassersucht hindert ihn oft mehr als andere Leute. Von der Klugheit hält er sich fern. Er hat des Wassers Art - feucht und kalt.

Der Choleriker ist verschlagen und bedient sich auch der List. Seine Sprache ist scharf. Nur wenig lässt er sich gefallen und neigt zur Rache. Sein Herz ist rauh und hart. Er ist wild und roh und gibt mehr durch den Ehrgeiz bestimmt als durch wahre Freigebigkeit. Wandlerisch ist sein Gemüt, was man oft am gelockten Haar erkennt. Sein Herz neigt schnell zu Güte und auch zu Zorn. Sein Antlitz ist gelblich. Der Choleriker hat des Feuers Art - trocken und heiß.

Der Sanguiniker lacht gerne, ist munter und überschwenglich. Sein Gemüt ist freundlich, liebreich, geduldig, freigebig und sittsam. Edel ist sein Blut und er ist beständig und getreu. Der Sanguiniker ist gütig gegenüber dem Guten, aber böse gegen den Bösen. Er ist männlich und zürnt selten. Im Zorn aber wütet er in grimmiger Rache. Sein Antlitz ist rot und frisch. Oft ist er beleibt.  Der Sanguiniker hat die Art der Luft - feucht und warm.

Quelle: Wein und Gesundheit - Von den erstaunlichen Wirkungen des Weines

Was, wenn Weihnachten nicht vor über 2000 Jahren, sondern heute stattgefunden hätte...

BETHLEHEM, JUDÄA
In den frühen Morgenstunden wurden die Behörden von einem besorgten Bürger alarmiert. Er hatte eine junge Familie entdeckt, die in einem Stall haust. Bei Ankunft fanden die Beamten des Sozialdienstes, die durch Polizeibeamte unterstützt wurden, einen Säugling, der von seiner erst 14-jährigen Mutter, einer gewissen Maria H. aus Nazareth, in Stoffstreifen gewickelt in eine Futterkrippe gelegt worden war.

Bei der Festnahme von Mutter und Kind versuchte ein Mann, der später als Joseph H., ebenfalls aus Nazareth identifiziert wurde, die Sozialarbeiter abzuhalten. Joseph, unterstützt von anwesenden Hirten, sowie drei unidentifizierten Ausländern, wollte die Mitnahme des Kindes unterbinden, wurde aber von der Polizei daran gehindert.

Festgenommen wurden auch die drei Ausländer, die sich als "weise Männer" eines östlichen Landes bezeichneten. Sowohl das Innenministerium als auch der Zoll sind auf der Suche nach Hinweisen über die Herkunft dieser drei Männer, die sich anscheinend illegal im Land aufhalten. Ein Sprecher der Polizei teilte mit, dass sie keinerlei Identifikation bei sich trugen, aber in Besitz von Gold, sowie einigen möglicherweise verbotenen Substanzen waren. Sie widersetzten sich der Festnahme und behaupteten, Gott habe ihn angetragen, sofort nach Hause zu gehen und jeden Kontakt mit offiziellen Stellen zu vermeiden. Die mitgeführten Chemikalien wurden zur weiteren Untersuchung in das Kriminallabor geschickt.

Der Aufenthaltsort des Säuglings wird bis auf weiteres nicht bekanntgegeben. Eine schnelle Klärung des ganzen Falls scheint sehr zweifelhaft. Auf Rückfragen teilte eine Mitarbeiterin des Sozialamts mit: "Der Vater ist mittleren Alters und die Mutter ist definitiv noch nicht volljährig. Wir prüfen gerade mit den Behörden in Nazareth, in welcher Beziehung die beiden zueinander stehen."

Maria ist im Kreiskrankenhaus in Bethlehem zu medizinischen und psychiatrischen Untersuchungen. Sie kann mit einer Anklage wegen Fahrlässigkeit rechnen. Ihr geistiger Zustand wird deshalb näher unter die
Lupe genommen, weil sie behauptet, sie wäre noch Jungfrau und der Säugling stamme von Gott.

In einer offiziellen Mitteilung des Leiters der Psychiatrie steht: "Mir steht nicht zu, den Leuten zu sagen, was sie glauben sollen, aber wenn dieser Glaube dazu führt, dass - wie in diesem Fall - ein Neugeborenes gefährdet wird, muss man diese Leute als gefährlich einstufen. Die Tatsache, dass Drogen, die vermutlich von den anwesenden Ausländern verteilt wurden, vor Ort waren, trägt nicht dazu bei, Vertrauen zu erwecken. Ich bin mir jedoch sicher, dass alle Beteiligten mit der nötigen Behandlung in ein paar Jahren wieder normale Mitglieder unserer Gesellschaft werden können."

Zu guter Letzt erreicht uns noch diese Info. Die anwesenden Hirten behaupteten steif und fest, dass ein großer Mann in einem weißen Nachthemd mit Flügeln (!) auf dem Rücken ihnen befohlen hätte den Stall aufzusuchen und das Neugeborene zu seinem Geburtstag hoch leben zu lassen. Dazu meinte ein Sprecher der Drogenfahndung: "Das ist so ziemlich die dümmste Ausrede eines vollgekifften Junkies, die ich je gehört habe."

was wir zusammen sind,

zwei verbundene Menschen, an einem Ort an dem wir zusammen leben, und täglich auseinandergehen, um unserem Brotjob unsere Kraft und Energie zu geben.

Dann bleibt die Sehnsucht nach dem Zuhause, wir wissen, dass dort die Enten friedlich quaken, und vielleicht das Glöckchen des Schafes dazu im Takt erklingt. Zumindest werden alle wach und frisch, wenn Martin und Martina, unsere hoheitsvoll anmutigen weissen Gänse, das eher unmelodische Tröten ertönen lassen! Wenn die grosse Buche Ihr Blätterlied anstimmt, und wir sind nicht zuhause. Das Paradies kurz verlassen, um das notwendige zu tun, um es erhalten zu können. Das alte Haus kennt tausend Lieder, auch jenes der fleissigen Menschen, die es seit jeher behergt hat; es hat die Lieben erlebt, Geburt und Tod, Streit und Versöhnung, Frieden und Krieg, Hunger und Feste.

Es erzählt, das die Menschen, die hier wohnen mehr Glück umgeben hat als Trauer. Es erzählt, das schöne Menschen hier aus und ein gingen, interessante, neugierige, freundliche und fröhliche Menschen, schon bevor der liebe und beliebte sympathische Schauspieler sein Glück in die Hand nahm und aus der Stadt aufs Land hierher gezogen ist. Mit Freuden und Freunden die Trinksprüche erklangen, und dieses Lied ist noch lange nicht vergangen. Das Haus hat gerufen und gefunden, jene paar Menschen, die sich der Romantik nicht entziehen, die unter dem Alltagsglück liegt.

Wenn man hereinkommt, atmet man entweder ein altes Haus ein und wird somit an die glückliche Zeit erinnert, an dem Grosseltern in stiller Bescheidenheit liebevolle Arme um uns legten, oder das Haus haucht Dir den Atem von Gemütlichkeit entgegen, wenn es die glücklichste Zeit des Jahres ist und viele Freunde auf Besuch erscheinen. Das Haus braucht das Leben, wie ein lebendiger Organismus wissen wir es zu schätzen, es will gehegt und gepflegt werden, nicht allein gelassen, es will bei Schönwetter die frische Luft in sich spüren, es will dass wir alle Türen öffen! Bei Regen belohnt es uns mit Getröpfel, aus allen Dachkanten, aufs Pflaster in Innenhof, mit Wasser aus den Dachrinnen, für die Tiere zum Trinken und für die Pflanzen.

Allzu oft muss man beim Gang in den Waschraum oder den Keller ein paar Wassertropfen aus den Haaren schütteln, denn der Weg dorthin führt ins Freie. Der dicke graue Kater stellt sich mir jedesmal in den Weg und bringt mich fast zu Fall. Er ist immer da, denn er muss darauf aufmerksam machen, dass der Futternapf mehrmals am Tag befüllt werden darf. Da befreit er auch mal kleine graue Mäuse aus seinem Maul, damit diese weiter vergnügt im Innenhof hüpfen können und mich erschrecken.


 
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