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Mein Stückerl Erde

Wenn die Schnecken eifrig ziehen
Spuren die ganz glänzend sind,
seh ich unsere Enten fleissig
durch die Wiese durch das Grün
schnäbelnd, schnatternd, kulinarisch
ihre eigenen Wege gehen

 Ströblitz

 hahn Der Hahn im Morgenrot mit Krähen
lauthals seine Weiblein weckt
hat der Bauer in dem Nestchen
oft auch schon ein Ei entdeckt.

 

Gebückt und eifrig Pflänzchen pflegen
die vom Beikraut eingeschlossen
wird aus dem mir wild gewachsenem
ein Kräutertee warm eingegossen

 pflanzen

pflanzen  Duftend der Lavendelstrauch
und den Flieder liebe ich auch
in meinem Bauerngarten drinnen
drängt sich alles himmelwärts
Rote Rübe, Rosenkohl, Studentenblume für Salat
Paradeiser nur zum Kosten,
leider wollte hier mehr rosten
und die grünen fielen ab
in das kompostierte Grab.

An den Himbeeren lab ich mich
durstig bin ich fürchterlich
doch die Pause mit den Beeren
halte ich hoch in allen Ehren.
Fuchsschwanz geh mir aus dem Weg.
Erbsen roh genascht sind fort
sehen keinen Topf zum Kochen.

 pflanzen Sonne wechselt mit dem Regen
dunstig kommts vom Wald herab
in den Momenten voller Segen
möchte ich nicht woanders leben

Die Natur, stark und so klug
gibt den Menschen schon genug
durch das was sie mir gutes bringt
was in meinen Körper fliesst und klingt
mit Vitaminen angereichert
fühle ich mich endlich lebendig.
 pflanzen
pflanzen

@Anita


In  ewiger Erinnerung

marianne 

... 2012 durfte ich eine ganz besondere Frau kennenlernen, mit besonderem Kräuterwissen, eine starke Frau, die die Liebe zur Arbeit in der Landwirtschaft und in der freien Natur täglich gelebt hat. Sie hat Menschen motiviert, im Einklang mit der Natur zu sein; sie hat die Gaben der Natur angenommen und jedem Kräutlein Platz geschaffen in ihrem Schaugarten in Perwarth/Mostviertel.

Es gibt nichts auf dieser Welt, was nicht einen Sinn ergibt. Das hat Marianne in Ihrem Leben mit der Natur gelernt. Es gibt kein Leben ohne das Sterben... und dennoch ist diese Wahrheit - für uns Menschen, mit unseren kleinen Gedanken, unseren kleinen Sorgen und Freuden im Angesicht des unendlichen Universums - oft ein Gewaltakt des Schicksals, das in den Herzen der Hinterbliebenen immer grosse Trauer hinterlässt.

Leider hat auch Marianne vergangenes Jahr, viel zu früh, mit nur 65 Lebensjahren, die Welt, wie wir sie kennen, verlassen.

Den Brustkrebs konnte sie, die starke Frau, nicht besiegen.

Mindestens 30 Jahre hätte sie noch gerne vor sich gehabt, um ihre Ideen und Projekte auszuführen. Sie hat sich so darauf gefreut!

Danke, für alles,

Marianne Flatzelsteiner,

was Du gelehrt und uns vorgezeigt hast! 

 


Der Gärtner an den Garten im Winter,
eine Idylle

In Silberhüllen eingeschleyert
Steht jetzt der Baum,
Und strecket seine nackten Äste
Dem Himmel zu.

Wo jüngst das reife Gold des Fruchtbaums
Geblinket, hängt
Jetzt Eiß herab, das keine Sonne
Zerschmelzen kan.

Entblättert steht die Rebenlaube,
Die mich in Nacht
Verschloß, wenn Phoebus flammenathmend
Herniedersah.

Das Blumenbeet, wo Florens Töchter
In Morgenroth
Gekleidet, Wohlgeruch verhauchten,
Versinkt in Schnee.

Nur du, mein kleiner Buchsbaum, pflanzest
Dein grünes Haupt
Dem Frost entgegen, und verhöhnest
Des Winters Macht.

Mit Goldschaum überzogen, funkelst
Du an der Brust
Des Mädchens, das die Dorfschalmeye
Zum Tanze ruft.

Ruh sanft mein Garten, bis der Frühling
Zur Erde sinkt,
Und Silberkränze auf die Wipfel
Der Bäume streut.

Dann gaukelt Zephyr in den Blüthen,
Und küßet sie,
Und weht mir mit den Düften Freude
In meine Brust.

Ludwig Heinrich Christoph Hölty
(1748 - 1776),

 


 
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